geea: Energiebilanz bei deutschen Altbauten mangelhaft

14. Dezember 2011 | von

Wie Berechnungen der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) bestätigten, hat die Mehrheit der Altbauten in Deutschland noch immer eine schlechte Energiebilanz. Der Großteil besitzt gar überhaupt keine Wärmedämmung, andere haben nur unzureichend vorgesorgt. Aktuellen Anforderungen werden nur magere 10 Prozent der Altbauten gerecht. Auch in Punkto Heizung besteht dringender Nachholbedarf.

Die Zahlen der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) sind alarmierend: Trotz der fortschreitenden energetischen Sanierungen entsprechen in Deutschland nur 10 Prozent der vor 1979 errichteten Altbauten aktuellen Standards. Die Berechnungen ergeben, dass rund 70 Prozent der Gebäude gar nicht gedämmt sind, bei 20 Prozent besteht zwar eine Wärmedämmung, diese ist aber unzureichend.

Mit den Heizungsanlagen sieht es nicht besser aus: 13 Millionen der insgesamt 18 Millionen Heizungsanlagen in deutschen Kellern arbeiten mit veralteten Gas- und Ölkesseln. Der Anteil an Heizungsanlagen, die nicht der aktuellen Technik entsprechen, beläuft sich somit auf 70 Prozent. Diese 13 Millionen Gebäude wurden auch vor der ersten Wärmeschutzverordnung vor 1979 gebaut und gelten damit als unsanierte Altbauten – sie verbrauchen ganze drei Viertel der gesamten Energie, die für Warmwasser und Raumwärme im Gebäudebestand in Deutschland genutzt werden.

Alles in allem sprechen die Zahlen für sich. „Der Gebäudebestand in Deutschland muss dringend saniert werden. Umso wichtiger ist es, dass sich morgen der Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag auf die steuerliche Absetzbarkeit energetischer Sanierungen verständigt“, meint auch Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea). Der Vermittlungsausschuss tritt am heutigen Mittwoch zusammen, um die Frage nach der Förderung von Gebäudesanierungen zu klären. „Wer für die steuerliche Absetzbarkeit energetischer Sanierungen stimmt, entscheidet sich langfristig für mehr Einnahmen in den Länderkassen. Neben sozialen Gesichtspunkten sprechen auch wirtschaftliche Gründe für die Steuerförderung, denn von einer Sanierungswelle profitieren hauptsächlich der Mittelstand und das Handwerk.“


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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