Makler-Prognosen: Transaktions-Niveau sollte auch 2012 hoch bleiben

6. Januar 2012 | von

Nachdem die Transaktionen im deutschen Immobilien-Sektor 2011 unverkennbar anstiegen, wagen die Makler auch für 2012 die vorsichtige Prognose, dass der Trend wohl auch in diesem Jahr anhalten wird. Allerdings sehen die Makler Finanzierungsengpässe auf die Branche zukommen.

Die Makler-Prognosen für 2012 sind verhalten positiv

Die Makler-Prognosen für 2012 sind verhalten positiv. Foto: istockphoto

2011 war ein erfolgreiches Jahr für die deutsche Immobilienbranche: Nach jahrelanger Durststrecke wurden endlich wieder spürbar mehr Transaktionen getätigt, so viele Bürogebäude, Einkaufszentren und Hotels wie im letzten Jahr wurden nach dem Boom-jahren 2006/2007 nicht mehr verkauft. Die großen Maklerhäuser prognostizieren daher vorsichtig, dass der Aufwärtstrend auch 2012 weitergehen sollte, warnen gleichzeitig aber auch vor Finanzengpässen.

Laut Berechnungen von Jones Lang LaSalle, einem renommierten Finanz-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen im Immobilienbereich, lag ihr gewerbliches Transaktionsvolumen in Deutschland 2011 rund ein Fünftel über dem Vorjahresniveau, nämlich bei 23,5 Milliarden Euro. Das weltweit größte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor, CBRE, spricht seinerseits von 22,6 Milliarden Euro in Deutschland. Besonderen Aufschwung habe dabei der Einzelhandel erlebt. „Derzeit gehen wir keineswegs von einer Investment-Eiszeit aus“, erklärte Helge Scheunemann, Leiter der Abteilung Research bei Jones Lang LaSalle in Deutschland, gegenüber dem Handelsblatt.

Experten schließen allerdings Finanzierungsengpässe in naher Zukunft nicht aus, was die Verkäufe drosseln dürfte. Grund dafür sind die Banken, die im Angesicht der Schuldenkrise höhere Eigenkapitalanforderungen stellen und Immobiliendarlehen vorsichtiger vergeben.

Die berechneten Transaktionszahlen von 2011 sollten zudem kritisch betrachtet werden: Diverse eingefrorene Offene Immobilienfonds waren gezwungen, dringend Gebäude abstoßen, um an Kapital zu gelangen und eine Schließung zu verhindern, zu nennen wären an dieser Stelle die Branchenriesen CS Euroreal und SEB ImmoInvest.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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