Sinkende Heizkosten trotz gestiegener Preise

11. Januar 2012 | von

Der milde Winter macht´s möglich: Trotz stetig steigender Energiepreise mussten die deutschen Gaskunden diesmal weniger tief in die Tasche greifen. Die Heizkosten sind um etwa 15 Prozent gesunken, da im vergangenen Jahr mehr als ein Fünftel weniger Energie verbraucht wurde.

Trotz steigender Energiekosten müssen die Deutschen weniger zahlen diesem Winter. Foto: iwona golczyk  / pixelio.de

Trotz steigender Energiekosten müssen die Deutschen weniger zahlen diesem Winter. Foto: iwona golczyk / pixelio.de

Die milden Wintermonate lassen den Geldbeutel lachen: Aufgrund historisch warmen Wintertemperaturen – laut Deutschem Wetterdienst einer der fünf wärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 – lag der Gasverbrauch weit unter Durchschnitt. Die führt dazu, dass sich die Heizkosten um satte 15 Prozent verringerten, und dies trotz eines Preisanstiegs von 8 Prozent, wie das Verbraucherportal Toptarif errechnete.

Daniel Dodt von Toptarif bestätigt: „Im Vergleich zu 2010 sinkt die Gasrechnung eines Durchschnittshaushalts wegen des warmen Wetters um rund 160 Euro.“ Im letzten Winter, dessen Temperaturen deutlich unter den momentanen Witterungen lagen, musste ein deutscher Durchschnittshaushalt noch mit Kosten von etwa 1089 Euro rechnen. Diesmal werden sich die Heizkosten für die kälteren Monate wohl nur auf 927 Euro im Schnitt belaufen. Einfamilienhäuser mit höherem Verbrauch können sogar noch mehr sparen: ganze 300 Euro Ersparnis sind in diesem Winter drin – und dies trotz etlicher Preiserhöhungen in 2011.

Verbrauch sinkt deutlich

Das milde Frühjahr 2011 und eben der verhältnismäßig warme Winter haben dazu geführt, dass der Gasverbrauch für die Heizung deutlich zurückgegangen ist. Im Schnitt waren die Wintermonate mit 3,8 Grad circa sieben Grad wärmer als im Jahr davor. Vergleicht man den Gasverbrauch im Dezember mit dem Vorjahreswert, ist ein Rückgang um mehr als 30 Prozent festzustellen, aufs ganze Jahr verteilt wurden 2011 rund 18,5 Prozent weniger Gas verbraucht als 2010.
„Wie viel man spart, hängt natürlich auch davon ab, wie sich die Preise des jeweiligen Gasversorgers entwickelt haben“, ergänzt Dodt. Ein Tarifvergleich lohnt also immer. Durch einen Tarifwechsel lassen sich mitunter nochmals 15 bis 20 Prozent sparen.



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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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