Wohnraum mal anders: Wohnen in denkmalgeschützten Flugzeughallen

17. Januar 2012 | von

Bei Investoren längst als heißer Tipp gehandelt, gilt Karlshorst auch für Eigennutzer von Immobilien als begehrte Wohnlage. Dieses Potential soll nun ausgebaut werden. Geplant sind die Neubausiedlung „Carlsgarten“ und die „Gartenstadt Karlshorst“, bei der neben Neubauten auch die denkmalgeschützten ehemaligen Flugzeughallen in Berlin an der Promenade zu Wohnhäusern umgebaut werden sollen.

Auch rund um das Deutsch-Russische Museum in Karlshorst wird gebaut. Foto: Wikipedia

Auch rund um das Deutsch-Russische Museum in Karlshorst wird gebaut. Foto: Wikipedia

Der Berliner Stadtteil Karlshorst befindet sich im Zeichen des Wandels: Die Infrastruktur soll ausgebaut, Kultureinrichtungen geschaffen werden und neuer Wohnraum für junge Familien und Eigenheim-Interessenten entstehen – so zum Beispiel bereits verwirklicht mit der Bebauung von Brachland rund um die alte Kaserne zum „Wohnpark Karlshorst“, der seit 2010 entsteht. In 12 denkmalgeschützten Altbauten und drei Neubauten sind in diesem Bauvorhaben auf einem rund 46 Hektar großen Areal insgesamt 350 Wohnungen geplant, deren Fertigstellung Anfang 2012 bereits vorgesehen ist. Wer sich hier ein Eigenheim zulegen möchte, der muss jedoch auch über ein entsprechendes Portemonnaie verfügen können, mit einem Quadratmeterpreis von rund 2.080 Euro liegt der Kaufpreis nämlich stark über dem vom IVD angegebenen Durchschnittswert von rund 1.300 Euro je Quadratmeter. Neben dem „Wohnpark Karlshorst“ sind nun weitere Projekte am Entstehen: Die Neubausiedlung „Carlsgarten“ und die „Gartenstadt Karlshorst.

Mit der Schaffung von Wohnraum in dem vor allem durch die vielen militärischen Einrichtungen bekannten Stadtteil Karlshorst wie die ehemalige Festungspionierschule in der Zwieseler Straße, die zunächst von der Wehrmacht genutzt und schließlich durch die Rote Armee übernommen wurde, kommt die Stadt dem Bedürfnis nach bezahlbarem Wohnraum in einer guten Lage entgegen. So wartet Karlshorst nicht nur mit zahlreichen kulturell und geschichtlich bedeutsamen Zeugnissen der Vergangenheit auf, sondern überzeugt auch durch seine gute Anbindung an Berlins Mitte und seine Lage im Grünen an der Wuhlheide. Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Wilfried Nünthel (CDU) erläutert die Bebauungsvorhaben gegenüber dem Tagesspiegel folgendermaßen: „Wir möchten dort in den nächsten Jahren neuen Wohnraum für jeden Geldbeutel schaffen und auch weiter die Infrastruktur von Karlshorst stärken.“

Die Neubausiedlung „Carlsgarten“, welche hinter der Trabrennbahn Karlshorst liegt und in der bereits 100 Wohneinheiten realisiert wurden, soll ab April um einen vierten und letzten Bauabschnitt erweitert werden, der von der TLG Immobilien GmbH verwirklicht und rund 160 Familien in Reihen- und Einfamilienhäusern ein Zuhause bieten soll. Damit jedoch nicht genug, denn rund um die ehemalige Pionierschule und auf dem ehemaligen Militärgelände um die Köpenicker Allee, die Zwieseler Straße und das Naturschutzgebiet Biesenhorster Sand soll die „Gartenstadt Karlshorst“ entstehen. Damit erstreckt sich die von Architekt Klaus Theo Brenner geplante Siedlung rund um den klassizistischen Bunker am Biesenhorster Sand, der zu einem Ausstellungshaus umgewandelt werden soll, das Deutsch-Russische Museum, in dessen Umgebung der Hauptzugang der Gartenstadt geplant ist, sowie um die an der sogenannten Promenade liegenden ehemaligen und unter Denkmalschutz stehenden Flugzeughallen, die zu Wohnhäusern umgebaut werden sollen.

Ab Mitte des Jahres 2012 soll, so die Einschätzung Klaus Güttler-Lindemanns, Leiter des Stadtplanungsamts Lichtenberg, der Bau des ersten Bauabschnittes beginnen. Circa 100 Wohneinheiten von insgesamt 500 sollen in diesem ersten Bauabschnitt realisiert werden. Mit der „Gartenstadt Karlshorst“ verfolgen Investor WPK Grundstücksentwicklungsgesellschaft und der Bezirk ein städtebauliches Vorhaben mit hohem Qualitätsanspruch, das für Karlshorst nicht nur einen Zugewinn an Wohnraum, sondern auch an architektonischer und ästhetischer Vielfalt bedeuten soll.


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