Auf die Hausverwaltung kommt es an

31. Januar 2012 | von

Wohnungseigentümer wie Mieter müssen sich auf ihre Hausverwaltung verlassen können. Denn sie ist es, die die Wohnanlage am Leben erhält: Das Gebäude instand halten, Schäden feststellen und reparieren lassen, die Zentralheizung warten, einen Wintercheck am Haus durchführen, den Garten pflegen lassen und die neue Dämmung der Fassade organisieren – all diese Tätigkeiten gehören zu den Aufgaben der Hausverwaltung.

Hausverwalter: Unverzichtbar für jede größere Wohnimmobilie. Foto: CFalk  / pixelio.de

Hausverwalter: Unverzichtbar für jede größere Wohnimmobilie. Foto: CFalk / pixelio.de

Dazu müssen die Verwalter umfangreiche technische Kenntnisse mitbringen, um die Arbeiten von Handwerkern und sonstigen Dienstleistern sinnvoll koordinieren und überwachen zu können. Aber nicht nur die technische Seite der Verwaltung ist eine Herausforderung: Hausverwalter benötigen auch fundiertes kaufmännisches und juristisches Wissen. Denn sie stellen Abrechnungen sowie Wirtschaftspläne auf und müssen eine Vielzahl von rechtlichen Vorschriften beachten. Daher ist eine qualifizierte Hausverwaltung für die Bewohner und Besitzer von Wohnungseigentum von zentraler Bedeutung.

Hausverwalter, die in einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) tätig sind, in der das Eigentum am Gebäude auf die einzelnen Wohnungsbesitzer aufgeteilt ist, müssen zudem oft gute Fähigkeiten als Moderator und Konfliktmediator besitzen. Das gilt insbesondere in größeren Gemeinschaften. Denn nur selten sind sich alle Mitglieder einer WEG einig, welche Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum notwendig sind, wie sie ausgeführt werden sollen, wie dringlich sie sind und was die Maßnahmen kosten dürfen. Hier liegt es an der Hausverwaltung, die Entscheidungsfindung der Wohnungsbesitzer auf ihrer Eigentümerversammlung vorzubereiten und zu moderieren. Der Verwalter darf nur eilige Notreparaturen auf die Schnelle selbst veranlassen – über alle sonstigen notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen muss er die Eigentümer informieren und ihnen einen Beschlussvorschlag unterbreiten. Die Entscheidung über Maßnahmen und Kostenrahmen trifft dann die Eigentümerversammlung, die meist wiederum die Hausverwaltung mit der Umsetzung der Beschlüsse beauftragt.
Eine Eigentümergemeinschaft, die auf der Suche nach der richtigen Hausverwaltung (WEG-Verwaltung) ist, sollte auf keinen Fall einfach den billigsten Anbieter wählen, sondern zuerst Seriosität und Qualität des Unternehmens überprüfen. Denn als Haus- oder WEG-Verwalter darf sich in Deutschland (fast) jeder bezeichnen – außer einem Gewerbeschein gibt es keine weiteren Zulassungsvoraussetzungen. Das führt in der Praxis dazu, dass manchmal Laien verwalten, denen die notwendigen Kenntnisse fehlen, die wenig Erfahrung mitbringen und die womöglich nicht professionell mit den Geldern der Eigentümergemeinschaft umgehen.

Eigentümer, die eine Hausverwaltung suchen, sollten daher mehrere Punkte beachten, die als Qualitätsmerkmale gelten:

• Ist das Verwaltungsunternehmen Mitglied in einem renommierten Branchenverband (DDIV-Landesverbände, IVD, BVI oder BFW)?
• Besitzt der Verwalter mehrjährige einschlägige Berufserfahrung?
• Bringen die Mitarbeiter der WEG-Verwaltung ausreichende technische, wirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse mit?
• Verfügt die Hausverwaltung über eine ausreichende Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung und möglichst auch über eine Vertrauensschadensversicherung?
• Kann das Unternehmen gute Referenzen von anderen Kunden vorweisen?
• Stellt die Verwaltung potenziellen Kunden Musterabrechnungen und –wirtschaftspläne zur Verfügung?

Weitere Informationen zur Wahl der Verwaltung und zu anderen Themen rund um die WEG-Verwaltung wie WEG-Recht, interessante Interviews rund um die Hausverwaltung sowie Buchtipps für Wohnungseigentümer finden sich auf dem Internetportal http://weg-hausverwaltung.net.


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