Zwangsversteigerung der Kelly-Residenz – Kein Zuschlag für Joey Kelly

3. Februar 2012 | von

Bei einer Zwangsversteigerung der Kelly-Residenz am Brühler Amtsgericht ging Joey Kelly zunächst leer aus, denn sein – und damit auch das einzige – Gebot für Schloss Gymnich war zu niedrig.

Schloss Gymnich: Zwangsversteigerungstermin ohne Ergebnis. Foto: © Achim Raschka / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0

Schloss Gymnich: Zwangsversteigerungstermin ohne Ergebnis. Foto: © Achim Raschka / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0

Nach vierzehn Jahren hat Schloss Gymnich bei Bonn als Heim für die Kelly Family ausgedient. Bei einer Zwangsversteigerung sollte das imposante Wasserschloss mit rund 3610 Quadratmetern aus dem 14. Jahrhundert am Dienstag versteigert werden. Grund gegen einen Verkauf sei die Vielzahl der Eigentümer, deren Wünsche nicht immer unter einen Hut zu bekommen seien, so Joey Kelly gegenüber stern.de. Aus diesem Grund habe er eine Zwangsversteigerung forciert.

Joey Kelly, das Familienmitglied, das in den letzten Jahren vor allem durch seine zahlreichen Auftritte bei Stefan Raab in die Öffentlichkeit trat, war bei der Zwangsversteigerung mit einem Gebot von 1,7 Millionen Euro einziger Bieter im Brühler Amtsgericht, wo das ehemalige Kelly-Schloss zur Versteigerung unter den Hammer kommen sollte. Einen Zuschlag bekam der Sänger jedoch nicht, da das Mindestgebot in Höhe von 2,65 Millionen Euro weit unterschritten wurde – geschweige denn vom Verkehrswert der Immobilie, der auf den doppelten Betrag von 5,3 Millionen Euro festgesetzt wurde. Joey Kelly bietet sich jedoch beim nächsten Versteigerungstermin, der in etwa drei bis sechs Monaten angesetzt werden soll, die Möglichkeit, den Besitz unter seine Fittiche zu bringen. Dann gelten keine Untergrenzen mehr für die Höhe der Gebote. Damit eröffnet sich auch für andere Bieter die Chance, sich den Kelly Familiensitz unter den Nagel zu reißen.

Joeys Gebot nur PR?

Bereits beim ersten Versteigerungstermin war einiges Publikum beim Amtsgericht, welches sich das „Merkblatt für Bietinteressenten“ aneignete oder bereits die entsprechenden Unterlagen mit sich führte. Wahrscheinlich ist, dass einige die erste Versteigerung abwarteten und darauf hofften, dass das Mindestgebot von 50 Prozent des Verkehrswertes ausbleiben würde. So haben Interessenten beim nächsten Termin die Gelegenheit, Schloss Gymnich für weniger als 2,65 Millionen Euro zu ersteigern. So eventuell auch der 59-jährige Ahmed Pekkip. Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, soll Pekkip sich mit Joey Kelly über den Verkauf einig geworden sein und plane unter anderem die Errichtung einer Seniorenresidenz.

Wer den Zuschlag für die traumhafte Immobilie bekommt, bleibt also abzuwarten. Fest steht jedoch, dass der zukünftige Schlossherr auf eine lange Geschichte seiner Immobilie wird zurückblicken können. Als Stammsitz des rheinischen Adelsgeschlechts von Gymnich erhielt es im 14. Jahrhundert seinen Namen. Seitdem diente das Schloss zahlreichen Gästen der Bundesregierung – darunter zum Beispiel US-Präsident Richard Nixon – als Unterkunft bis es 1998 in den Besitz der Kelly Family überging. Weil immer mehr Familienmitglieder aus dem Wohnsitz auszogen, stand das Schloss jedoch die letzten zehn Jahre leer.


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