Immobilien Jahrbuch 2012 auf dem Markt

26. April 2012 | von

Das Immobilen Jahrbuch für 2012 ist erschienen und enthält unter anderem vierzig Beiträge renommierter Autoren wie Dr. Peter Ramsauer (Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) oder Dr. Thomas Beyerle (IVG Immobilien), die sich zu den aktuellen Themen Immobilienkonjunktur, Immobilienbranche und Immobilienpolitik äußern. Weitere Themenfelder des Immobilien Jahrbuch 2012 sind die Trends und Märkte.

Ein Haus als Kapitalanlage ist auf Grund der Konjunkturaussichten sehr gefragt. Foto: chocolat01/ pixelio.de

Ein Haus als Kapitalanlage ist auf Grund der Konjunkturaussichten sehr gefragt. Foto: chocolat01/ pixelio.de


Die Beiträge zu aktuellen Immobilienthemen werden nun schon im achten Jahr von den Herausgebern Ummen und Johns zusammen gestellt und für alle Interessierten wie Immobilienmakler, Sachverständige und andere Marktteilnehmer aufbereitet.

Die Aussichten 2012 sind nach Ansicht der Herausgeber trotz der guten Ausgangslage nicht ausschließlich positiv. Die Zeichen für einen Wirtschaftsabschwung, der den Immobilienmarkt erfahrungsgemäß ein halbes Jahr später als den restlichen Markt erreichen würde, seien zu sehen. Die gute Lage auf den Immobilienmärkten ist vor allem auf die Angst vor einer Rezension zurückzuführen, da zurzeit die „Kapitalanlage“ Immobilie sehr gefragt ist. Die Wohnungspreise sind deshalb nicht unbedingt stabil, so Prof. Dr. Tobias Just, wissenschaftlicher Leiter des IRE|BS Immobilienakademie. Dies könne sich in einer Aufschwungsphase zwar positiv auswirken, in einer Rezension allerdings eher negative Folgen haben.

Eine Prognose bis 2035 für Deutschland gibt es von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen vom Forschungszentrum Generationenverträge am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Freiburg. Er erwartet einen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien durch den demografischen Wandel. Die immer älter werdende Bevölkerung beanspruche allerdings auch überproportional viel Wohnraum, was dem Rückgang der Nachfrage erst einmal kompensieren würde. Ab 2035 sei dann allerdings ein moderater Rückgang der Immobiliennachfrage zu erwarten, so Raffelhüschen.

Ein akutes Problem ist der vermehrte Büroleerstand, der sich aus dem verminderten Bedarf an Büroräumen und den fortwährenden Neubauaktivitäten ergibt. Lösungsansatz könnte hier eine Nutzung des Leerstandes bei einem Nachfrageplus sein. Zudem, so schlägt Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter Kompetenzfeld Immobilienökonomik vom IW Köln vor, sollten flexible Nutzungskonzepte für den Raumbestand entwickelt und die Markttransparenz verbessert werden. Dies könnte vor allem durch eine Vereinheitlichung der Datenlage in Bezug auf Büroimmobilien und durch freiwillige Kooperationsmodelle geschehen.


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