Einigung erzielt: Fördervolumen für energetische Gebäudesanierung sinkt

8. Juni 2012 | von
Wärmedämmung

Nimmt ein Hauseigentümer demnächst Maßnahmen einer energetischen Sanierung vor, werden diese durch Bund und Länder gefördert. RainerSturm/ pixelio.de

Nach monatelangem Streit konnten sich Bund und Länder auf einen Kompromiss für die Absetzbarkeit von Gebäudesanierungsmaßnahmen einigen.

Offenbar konnten Bund und Länder – nach einem dreiviertel Jahr Diskussion – eine Einigung in Bezug auf die steuerliche Absetzbarkeit der energetischen Gebäudesanierung erzielen. Die bisher für die Förderung angedachten 1,5 Milliarden Euro wurden nach Information des Handelsblatt auf eine Milliarde Euro gesenkt. Der Größte Teil soll dabei auf die Länder entfallen, der Bund übernimmt 430 Millionen Euro.

Die Länder und Kommunen hatten sich eigentlich gegen steuerliche Vorteile für die Gebäudesanierung gesperrt, da sie hohe Einnahmeverluste befürchteten. Zur Entlastung der Länder wolle der Bund nun die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude fördern und dazu rund 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Somit trägt der Bund ein Gesamtvolumen von 730 Millionen Euro.

Projekt zunächst auf fünf Jahre angelegt

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, das Projekt zunächst über fünf Jahre laufen zu lassen. Nach Ablauf dieser Frist soll geprüft werden, ob die Förderung dabei hilft, die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen.

Gefördert wird, wer die Energieeffizienz seiner Immobilie steigern möchte. Dafür kann ein fester Betrag von den Steuern abgezogen werden. Die Abschreibung wäre nach dem momentanen Einigungsstand jährlich möglich und dabei fest an die Standards der Energieeffizienz gekoppelt. Zum Beispiel könnten Eigentümer nach in Kraft treten des Beschlusses eine neue Wärmedämmung für ihre Immobilie bei der Steuer geltend machen.

Nach dieser ersten Einigung sollen weitere Details von einer aus Bund und Ländern bestehenden Arbeitsgruppe, ausgearbeitet werden. Am 26. Juni soll die Einigung dann im Vermittlungsausschuss beschlossen, um schließlich am 6. Juli im Bundesrat verabschiedet zu werden.

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Ein Kommentar zu Einigung erzielt: Fördervolumen für energetische Gebäudesanierung sinkt

  1. Zwurbel sagt:

    Ist das Gesetzt inzwischen verabschiedet?

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