Bauen, Mieten | Pestel-Studie Wohnungsknappheit in Bonn

28. Juni 2012 | von

Die Stadt Bonn weist einen erheblichen Wohnungsmangel auf. Dies hat zur Folge, dass bezahlbare Wohnungen zur Mangelware werden, so das Ergebnis einer Studie des Pestel-Instituts.

In Bonn herrscht ein großer Wohnungsmangel, die Kluft zwischen günstigen und teuren Wohnungen scheint weiter auseinander zu klaffen. In den vergangenen Jahren ist in der Stadt eine Menge versäumt worden. Das größte Problem in Bonn: Es wurde zu wenig gebaut. Vor allem der Mietwohnungsbau ist zurückgegangen, da die Rahmenbedingungen hierfür sehr schlecht sind. Der Bau von Mietwohnungen sei laut Experten zu unattraktiv.

Im vergangenen Jahrzehnt hat es in Bonn nur einen geringen Neubau von Wohnungen gegeben: Gemessen am gesamten Wohnungsbestand waren dies nach Berechnungen des Pestel-Instituts lediglich 0,55 Prozent pro Jahr. Zudem warnt das Institut vor einer Überalterung der Bausubstanz: Aus der Studie geht hervor, dass rund 56 Prozent der Wohnungen in Bonn aus der Zeit vor 1970 stammen, viele von ihnen sind aus den Nachkriegsjahren.

Experten raten der Stadt überdies, den Neubau von Sozialwohnungen zu fördern. Ansonsten wird das Wohnen für immer mehr Menschen, insbesondere für Rentner, Familien und Beschäftigten mit geringem Einkommen, unbezahlbar.

Der Wohnungsbau muss deutlich attraktiver gemacht werden in der Stadt Bonn, um ein gutes und bezahlbares Wohnen zu sichern. Hierfür müssen die richtigen Anreize gesetzt werden: Das Pestel-Institut ist der Meinung, dass nur eine steuerliche Erleichterung für den Mietwohnungsbau effektiv sei. Doch was an neuen Mietwohnungen gebraucht wird, ist mit der derzeitigen staatlichen Wohnungsbauförderung nicht realisierbar.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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