Solarenergie | Solarförderung beschlossen Solarboom vorerst nicht gebremst

4. Juli 2012 | von

Im Streit um die geplante Kürzung der Solarförderung zeichnet sich eine Lösung ab. So haben sich der Bund und die Länder auf eine Abmilderung des Subventionsstopps bei der Solarförderung geeinigt. Folglich sollen die Einschnitte bei Dachanlagen zum Teil geringer ausfallen.

Es gibt eine Einigung im Fall der lang umstrittenen Solarförderung. Vertreter von Bundestag und Bundesrat kamen im Vermittlungsausschuss zu dem Ergebnis, dass die staatlichen Subventionen erst auslaufen sollen, wenn in ganz Deutschland eine Solarleistung von 52.000 Megawatt installiert ist. Die Förderkosten zahlen hierbei die Verbraucher über den Strompreis. Zurzeit leisten alle Solaranlagen des Landes zusammen rund 28.000 Megawatt. Weniger Förderung gibt es allerdings für große Solarparks.

Expertenmeinungen zufolge könnte die Deckelung bei 52.000 Megawatt einen von der Regierung nicht beabsichtigten Effekt auslösen: den rasanten Zubau an Solaranlagen. Da hierbei noch mehr Fördergeld kassiert werden könnten. So soll es nun, nach wochenlangen Verhandlungen, für größere Dachanlagen mit 18,50 Cent je Kilostunde mehr Geld geben. Davor waren 16,50 Cent geplant. Diese Maßnahmen kommen der deutschen Solarindustrie zu Gute, denn die Billigkonkurrenz aus China setzt sie erheblich unter Druck.

Bevor die 52.000-Megawatt-Grenze erreicht ist, muss die Bundesregierung einen neuen Vorschlag machen, wie es mit der Solarenergie weitergehen soll. So wird von der Regierung noch im Jahr 2012 ein neues Förderprogramm mit zinsvergünstigten Krediten für dezentrale Speicher erwartet. Dabei betont der Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) immer wieder, dass es die Energiewende nicht zum Nulltarif gebe. Wichtig sei aber, dass der Strom bezahlbar bleibe. Doch Experten zweifeln, ob der Kompromiss diesem Ziel zuträglich sein wird.Der SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber warnte vor einem Schlechtreden von Solarstrom. Denn trotz der Kürzungen bleibt eine Solaranlage attraktiv, da es bei Dachanlagen weiterhin eine hundertprozentige Förderung des eingespeisten Stroms geben soll.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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