Immobilienmarkt | Preise steigen Ostdeutschland zieht Immobilieninvestoren an

5. Oktober 2012 | von

Ostdeutschland wird für Immobilieninvestitionen immer interessanter. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Immobilienmarktbericht Ostdeutschland der TLG Immobilien hervor. Die Wohlstandskennzahlen liegen zwar noch immer deutlich hinter denen im Westen, doch die neuen Länder holen auf – mit steigenden Wirtschaftsleistungen sowie verringerten Arbeitslosenquoten.

In nahezu allen Städten musste in den letzten zwölf Monaten in den ostdeutschen Bundesländern tief in den Geldbeutel gegriffen werden, um eine Eigentumswohnung zu kaufen. Die höchsten Preise hatten Neubauten in Dresden mit 1.400 bis 4.400 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Rostock mit 1.500 bis 3.600 Euro pro Quadratmeter und Potsdam mit entsprechend 1.800 bis 3.500 Euro. Modernisierte Altbauten sind mit 1.100 bis 3.800 Euro pro Quadratmeter in Potsdam am teuersten, Dresden rangiert auf dem zweiten Platz mit 900 bis 3.600 Euro, gefolgt von Leipzig mit 700 bis 2.500 Euro je Quadratmeter.

Bei den Wohnungsmieten sieht es nicht besser aus. Außerhalb Berlins bleibt Potsdam das teuerste Pflaster. In der brandenburgischen Landeshauptstadt müssen bis zu 10 Euro pro Quadratmeter im modernisierten Altbau gezahlt werden. Die Spitzenmiete habe sich damit innerhalb eines Jahres um 20 Prozent gesteigert, erklärt Niclas Karoff, Geschäftsführer der TLG Immobilien. Für Neubauten fiel der Aufwärtstrend bis zu 10,50 Euro pro Quadratmeter etwas geringer aus. Der zweitteuerste Wohnort in Ostdeutschland ist die Stadt Rostock, wo im modernisierten Altbau Preise zwischen 4 und 9 Euro pro Quadratmeter und im Neubau 6,85 bis 10 Euro gezahlt werden müssen.

Gewerbeimmobilien hingegen sind der Studie zufolge im Osten Deutschlands noch um Einiges billiger als in vergleichbaren Städten im Westen. Die interessantesten Standorte in Ostdeutschland sieht Karoff neben der Bundeshauptstadt in Dresden und Leipzig. Auch Potsdam, Erfurt, Jena und Rostock besäßen jedoch ihren Reiz. Einen Aufwärtstrend gab es auch hier: Fast überall stiegen die Büromieten oder blieben stabil. Nur in Brandenburg an der Havel sowie in Chemnitz sind die Mieten für einfache Büroräume leicht gesunken.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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