Energie | Intelligentes Wohnen Smart-Homes stoßen zunehmend auf Akzeptanz

15. Oktober 2012 | von

Laut einer Studie von TNS Infratest sind drei Viertel der Deutschen bereit, im Privathaushalt Smart-Home-Lösungen einzusetzen. Die Verbraucher hoffen auf Transparenz des Energieverbrauchs und Kostenersparnisse.

Die Studie von TNS Infratest zeigt, dass drei Viertel der Deutschen offen für Smart-Home-Lösungen im Privathaushalt sind. Die hohe Bereitschaft für diese Lösung resultiert aus der Annahme, dass die Gesamtkosten der Haushalts-Energieversorgung durch Einsatz neuer Technologien deutlich gesenkt werden und nebenbei auch einen persönlichen Beitrag zur Energiewende beigesteuert wird.

Zudem ergibt sich aus dieser Lösung heraus eine Transparenz über den Verbrauch von Strom und Heizungsenergie. So kann der Energieverbrauch besser beobachtet, gesteuert und kontrolliert werden, um günstige Strompreise in der Nacht zu nutzen und Stromfresser zu identifizieren. Einige Energieversorger und Technologieanbieter bieten bereits Lösungen zur intelligenten Strom- und Heizungssteuerung an.

Intelligentes Wohnen mit Hindernissen

In der Studie wurden insgesamt 1.203 repräsentativ ausgewählte regelmäßige Internetnutzer im Alter zwischen 18 und 70 Jahren befragt. 49 Prozent von ihnen gehen laut Zukunftsstudie davon aus, dass zur vollen Nutzung der Möglichkeiten, die sich mit Smart-Home-Lösungen bieten, die bestehenden Haushaltsgeräte nicht kompatibel sind und somit neu angeschafft werden müssen. Auch fürchten 43 Prozent eine zu starke Abhängigkeit von der technischen Lösung und haben die Angst, ihre Heizung und den Stromverbrauch im eigenen Haushalt nicht mehr eigenverantwortlich steuern zu können. Zudem sehen viele die Gefahr der Verletzung der Privatsphäre durch Datenmissbrauch.

Der neuen Technologie aufgeschlossen

Lediglich 14 Prozent der Befragten befürchten, dass derartige neue Technologien sich schwierig bedienen lassen. Damit wird allerdings gleichzeitig ein hoher Anspruch an das Produktangebot definiert. So muss das Gerät einfach zu installieren, zu bedienen und zu warten sein.

Eine Aufgabe, der sich insbesondere das Produktmanagement und Produktmarketing stellen muss. Denn rund ein Drittel der Befragten scheint keinen Mehrwert von Smart-Home-Lösungen im Vergleich zur konventionellen Zeitschaltuhr oder automatischen Temperaturregulierung zu erkennen. Aufgabe der Unternehmen ist es nun, Smart-Home-Lösungen noch deutlicher von konventionellen Heizungssteuerungslösungen zu differenzieren und die Vorteile für den Kunden in der Kommunikation mit ihm klar zu kommunizieren.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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