Immobilienmarkt | Berliner Gewerbeflächen Milliarden-Deal: Restlichen TLG-Immobilien sollen an US-Investor gehen

12. Dezember 2012 | von

Nach der Privatisierung von über 11.000 Wohnungen im Osten Deutschlands werden nun auch die Restbestände der ehemaligen Treuhandtochter TLG an einen privaten Investor veräußert. Der Zuschlag soll offenbar an den US-amerikanische Finanzriesen Lone Star gehen.

Zu den besagten Immobilien gehören unter anderem berühmte Berliner Gebäude wie die Kulturbrauerei im Bezirk Prenzlauer Berg, das Cubix-Kino am Alexanderplatz und das Gebäude der Stasi-Unterlagenbehörde in Mitte. Bei den verkauften Nutzflächen soll es sich um insgesamt 800 Objekte im Osten der Stadt handeln, darunter Büros, Kinos, Hotels, Geschäfte, sowie Produktions-und Lagerflächen.

Mindestens 1,4 Milliarden sollen die Objekte wert sein

Dass der Deal bereits unter Dach und Fach sein soll, wurde dabei am Dienstag aus Verhandlungskreisen bekannt. Welche Summe genau Lone Star auf den Tisch legen muss, ist hingegen noch unklar. Zuletzt hatten die Immobilien einen Wert von 1,4 Milliarden.

Erster Anlauf zum Verkauf war 2008 gescheitert

Nachdem ein erster Anlauf die Gewerbeimmobilien zu verkaufen 2008 gescheitert war, scheint der Bund nun erfolgreich zu sein. Denn von Anfang an war es die Aufgabe der nach der Wende gegründeten TLG, Gebäudebestände und Nutzflächen ehemaliger DDR-Unternehmen aufzukaufen und an Privatinvestoren zu veräußern.

Mieter sollen nichts zu befürchten haben

Für die Mieter der Gewerbeimmobilien soll trotz des Verkaufes alles bleiben wie gehabt. Bei den Wohnungsbeständen, die Mitte November an die Aktiengesellschaft TAG verkauft wurden, hatte der Bund zudem noch Auflagen zum Schutz der Mieter an den Verkauf geknüpft. Obwohl solche Maßnahmen für den aktuellen Deal noch nicht bekannt sind, wird davon ausgegangen, dass auch die Mieter der Gewerbeflächen zunächst nicht mit signifikanten Änderungen zu rechnen haben.

Der Mieterbund hält allerdings sowohl von Auflagen als auch Versprechungen wenig und kritisierte schon beim Verkauf der Ost-Wohnungen, dass vom Bund kein ausreichender Schutz für die Mieter geboten werde. Wie sich die jüngst vorgenommenen Privatisierungen tatsächlich auf die Mietverhältnisse auswirken werden, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion

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