Immobilienmarkt | Immobilienpreise Immobilienmarkt Berlin: Ausländische Investoren bringen ihr Geld ins Trockene

18. Dezember 2012 | von

Die Nachfrage nach Eigentum in der Hauptstadt steigt – und damit auch die Preise. Ein Grund dafür ist, dass sich neben heimischen Immobilienkonzernen und privat Anlegern auch immer mehr Investoren aus den EU-Krisenstaaten Spanien, Italien und Griechenland auf dem Berliner Immobilienmarkt tummeln.

Die Investoren aus dem europäischen Ausland erhoffen sich vom Kauf der Berliner Objekte vor allem hohe Renditen und eine sichere Anlage. Weil der Markt in Szenebezirken wie Friedrichshain und Neukölln inzwischen fast restlos „ausverkauft“ ist, wird nun auch verstärkt in bislang weniger beliebte Viertel der Hauptstadt investiert. Aktuell seien beispielsweise Immobilien in Wedding oder der Spandauer Wilhelmstadt gefragt, berichtet die „Berliner Morgenpost“ unter Berufung auf Angaben eines Berliner Maklers.

Investoren aus dem Ausland kaufen nach dem Motto: „Nur Bares ist Wahres“

Wie stark die Immobilien in der Hauptstadt inzwischen umkämpft sind, berichtet auch ein privater Käufer der Tageszeitung: So sei es nicht selten, dass ausländische Investoren die Kaufsumme für Immobilien einfach auf den Tisch legten und die Objekte ungesehen kaufen würden. Für Makler ist das Immobiliengeschäft in der Hauptstadt dementsprechend einfach geworden, denn auf private Käufer sind sie nicht mehr angewiesen.

Gut ein Drittel der Käufer kommen inzwischen aus dem Ausland, wie „Die Welt“ berichtet. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Aussage des Geschäftsführers eines großen Berliner Immobiliendienstleisters. Auch dieser bestätigt, dass die bevorzugte Zahlweise der ausländischen Investoren Bargeld ist.

Berlin gefragt wie nie

Warum gerade Berlin besonders gefragt ist, lässt sich leicht erklären: Im Vergleich zu anderen Europäischen Haupt- und Großstädten sind die Preise hier noch moderat. Die Spreestadt erlebte außerdem im letzten Jahrzehnt eine extreme Imageaufwertung. Auch im Ausland gilt Berlin als hipp und angesagt, was sich unter anderem auch durch den Tourismusboom der letzten Jahre bemerkbar macht.

Wie in den meisten Metropolen wird die Kaufwut auf dem Berliner Wohnungsmarkt dabei für die Mieter nicht ohne Folgen bleiben. Schon jetzt steigen die Mieten in der Hauptstadt stetig an, was sich nach Aussage von Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund auch in den nächsten Jahren kaum ändern wird. Im Gegenteil, mittelfristig werde die Kaufentwicklung auch den Mieten nicht gut tun, sagte Ropertz gegenüber „Bild.de“.

Auch andere deutsche Großstädte sind bei Investoren beliebt

Auch auf den Immobilienmärkten in anderen deutschen Großstädten sieht es nach Angaben „Der Welt“ ähnlich aus. München, Hamburg um Frankfurt sind weitere deutsche Metropolen, die bei Investoren derzeit besonders hoch im Kurs stehen. Der Trend geht dabei allgemein wieder zurück zu Innenstadtlagen, während bis vor einigen Jahren noch vermehrt in den „Speckgürteln“ gekauft wurde.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion

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