Ratgeber | Tipps gegen Kälte Gefrorene Rohre: was tun, wenn die Leitung vereist ist?

28. Dezember 2012 | von

Minusgrade sorgen für Ärger. Hausbesitzer müssen sich bei den derzeitigen Temperaturen mit eingefrorenen Rohren auseinandersetzen. Die eingefrorenen Wasserleitungen sind nicht nur ärgerlich, sie können auch teuer werden. Es gibt allerdings Möglichkeiten, größere Schäden zu verhindern.

Der Winter hält Einzug in Deutschland und mit ihm kommen auch die Minusgrade. Sie können Wasser in Leitungen und Heizungsrohren gefrieren lassen. Experten warnen Hausbesitzer allerdings vor unüberlegten Handlungen. So sollte auf keinen Fall versucht werden, das eingefrorene Wasser mit Feuer aufzutauen. Wer dies probiert riskiert einen Brand. Ebenfalls sind Lötlampen oder Schweißgeräte keine Alternativen.

Gefrieren durch Vorbeugung verhindern

Um eingefrorene Wasserleitungen zu verhindern, sollten Hausbesitzer darauf achten, dass die Temperatur in der Leitung nicht unter den Gefrierpunkt sinkt. Zudem werden im Handel Kälteisolierungen für Außenleitungen angeboten. Eine einfache Variante sind Rohrisolierungen in Form vom Matten, die teurere Möglichkeit sind beheizbar Rohre.

Allerdings ist es in Gebäuden teilweise komplizierter. So sollte mit Einbruch der kalten Jahreszeit immer ein Frostschutz neben der Heizung stehen. Die Frostschutzfunktion lässt die Raumtemperatur nicht zu tief absinken. Wenn allerdings sowohl Heizung, als auch Strom fehlen, hilft es, die Rohre zu leeren und die Wasserhähne zu öffnen, um eingefrorene Wasserleitungen im Vorfeld bereits zu verhindern.

Was zu tun ist, wenn die Rohre bereits gefroren sind

Ist es dann doch einmal zu spät und die Wasserleitung ist eingefroren, kann zunächst auch mit einfachen Mitteln versucht werden das Wasser wieder zum Laufen zu bringen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Leitung erreichbar und nicht zu stark vereist ist. Als Erstes sollte die Wasserzufuhr abgeschnitten und alle Abläufe geöffnet werden. Mit einem Föhn oder Heizlüfter sowie heißen Tüchern und heißem Wasser besteht die Möglichkeit, kleinere Vereisungen zu beseitigen.

Die Enteisung darf allerdings nicht zu schnell geschehen, damit die Rohre nicht platzen. Die vorhandene Feuchtigkeit muss abziehen können, dafür sollte eine gute Durchlüftung, zum Beispiel durch Öffnen der Fenster, sichergestellt werden. Experten raten im Zweifelsfall jedoch immer dazu einen Fachmann aufzusuchen, der den Schaden repariert. Ansonsten droht Wasser auszulaufen. Dies kann zu Feuchtigkeitsschäden in Wänden und Böden führen, welche die Bildung von Schimmel begünstigen.


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0

Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
Dieser Beitrag wurde unter Ratgeber abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>