Wohnen | Wohnung finden Die erste eigene Wohnung

11. März 2013 | von

Endlich Freiheit, endlich die eigenen vier Wände! So stellen sich Jugendliche und junge Erwachsene die erste eigene Wohnung vor. Doch mit der Freiheit kommt auch viel Verantwortung mit in den Umzugskarton.

Vom Wunsch auszuziehen bis zum Einzug in die erste eigene Bleibe liegt ein langer Weg. Es gibt viele Dinge in Vornherein zu beachten und bedenken. Tipps und Denkanstöße, damit der Umzug ins selbstbestimmte Leben klappt, gibt es im Folgenden.

Geld, Geld, Geld und Ansprüche

Im Elternhaus waren die monatlichen Summen nur theoretische Größen. Plötzlich heißt es sich selbst Gedanken darüber zu machen, wie viel Geld für die Miete und Lebenshaltungskosten anfällt. Am besten ist es, sich noch vor der Wohnungssuche ein Budget-Plan aufzustellen. So lässt sich errechnen, wie viel die Miete kosten darf. Es kommen noch Nebenkosten hinzu, diverse Versicherungen, Ausgaben für Strom, Telekommunikation. Außerdem hat ein solcher Plan den Vorteil, dass sich Kosten für Hobbys oder Freizeitaktivitäten ebenfalls notieren lassen.

Oftmals, gerade in der ersten Zeit nach dem Auszug, sind die finanziellen Mittel plötzlich knapp – oder ganz aufgebraucht. Daher gilt es vorher genau abzuwägen, wie viel Geld für die Miete bezahlt werden kann. Inklusive der Nebenkosten sollte die Miete höchstens ein Drittel des Nettoeinkommens betragen.

Gerade bei der ersten Wohnung suchen die meisten jungen Menschen nach dem günstigsten Angebot. Die Mietpreise sind vielerorts und vor allem in den Großstädten, in die es viele junge Menschen für Beruf, Ausbildung und Studium zieht, angestiegen. Eine preiswerte Wohnung zu finden wird dann schwer – und die Suche zieht sich hin. Daher ist es wichtig, früh genug mit der Wohnungssuche anzufangen. Vor allem wenn der Umzug in eine andere Stadt ansteht.

Natürlich will jeder in der Innenstadt wohnen, dort, wo das Leben tobt und alles Wichtige in unmittelbarer Nähe zu finden ist. Doch genau das sind die teuren Lagen. Für junge Erwachsene bietet es sich an, auch einmal über den Innenstadtrand zu blicken und einen Außenbezirk in Betracht zu ziehen. Dort sind die Mieten meistens etwas günstiger. Bei der ersten Wohnungssuche ist es generell wichtig, die oftmals hohen Ansprüche etwas herunterzuschrauben.

Die Suche

Sind die Finanzen geregelt, kann die Suche nach einer geeigneten Wohnung beginnen. Wie bereits erwähnt, müssen junge Leute oft Abstriche machen, weil die finanzielle Situation nichts anderes zulässt. Mietpreise von zum Teil über zehn Euro pro Quadratmeter können sich die wenigsten leisten. Taucht dann plötzlich ein sehr günstiges Angebot auf, ist die Freude erst einmal groß. Doch hier ist Vorsicht geboten: Preise, die unverhältnismäßig zum herrschenden Mietniveau erscheinen, sind oft nicht seriös.

Wo lässt sich am besten nach Wohnungen suchen? Zum einen sind hier Lokalzeitungen zu nennen, zum anderen Suchmaschinen im Internet. Schwarze Bretter in Unis oder Bibliotheken und Mitwohnzentralen haben auch Angebote. Gerade wenn es in eine andere Stadt gehen soll, muss früh mit der Suche angefangen werden. Mindestens zwei Monate sollten eingeplant werden. Je nachdem wie hoch das Budget ist, kann es auch länger dauern, eine Wohnung zu finden. Wer bereit ist, und die Mittel dafür hat, kann natürlich auch einen Makler mit der Wohnungssuche beauftragen.

Tipps und Tricks

Eine Kaution fällt für fast jede Wohnung an, denn sie sichert den Vermieter im Falle von Schädigungen und dergleichen ab. Mehr als drei Nettokaltmieten dürfen für eine Kaution aber nicht fällig werden. Läuft alles normal ab, wird der Betrag in vollem Maße nach dem Auszug zurückbezahlt.

Am besten ist es, Mängel gleich bei der Besichtigung festzuhalten und zu beanstanden. Mieter sind zum Teil selbst dafür verantwortlich das Inventar instand zu halten und zu setzen. Dabei kann es sich auch um Fenster oder Türen handeln. Eine gründliche Besichtigung kann Kosten und Aufwand sparen.

Die Nebenkosten, die noch zur Kaltmiete hinzukommen, sind nicht zu unterschätzen. Bei dem Mietpreis sollte immer darauf geachtet werden ob es sich um die Warm-, dann sind Heizkosten bereits enthalten, oder die Kaltmiete handelt. Dann kommen noch Ausgaben hinzu, die teilweise schwer ins Gewicht fallen. Im Allgemeinen sind in den Nebenkosten Wasser, Müllabfuhr, Heizkosten, Hausreinigung, Versicherung und Gartenpflege enthalten.

Wer alleine wohnt, muss sich absichern. Die Haftpflichtversicherung ist Pflicht. Abhängig vom Alter ist es möglich, noch bei den Eltern mit kranken- und hausratsversichert zu sein. Das gilt es zu klären. Wenn dem nicht so ist, fallen hier noch einmal weitere Kosten an.

Natürlich soll die eigene Wohnung stylisch sein. Doch neue Möbel kosten Geld. Am besten eignen sich für den Anfang die Möbel aus dem eigenen Elternhaus oder Verwandten und Freunden haben etwas abzugeben. Ansonsten kann es auch sinnvoll sein, gebrauchte Möbel zu erstehen. Angebote finden sich im Internet und auch in Zeitungen.

Themenmonat Mieternation Deutschland 

Dieser Artikel ist Teil des Themenmonats Mieternation Deutschland. Weitere Artikel zum Thema finden Sie hier.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion

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