Wohnen | Wohnungsautomation Die intelligente Steckdose: Wie Mietwohnungen „smart“ werden

16. März 2013 | von

Eine Steckdose, die mehr kann: von unterwegs steuerbar, mit WLAN ausgestattet und dazu noch Messgerät für den Stromverbrauch von angeschlossenen Gerätschaften – das ist die intelligente Steckdose. Was genau kann sie und wer braucht sie?

Das Thema Hausautomation gewinnt zunehmend an Bedeutung. Zahlreiche Firmen nehmen dies zum Anlass, neue Geräte zu konzipieren – so etwa die „intelligente Steckdose“. Diese kommt mit vielen Eigenschaften daher, um das gesamte Haus oder die Wohnung „smart“ zu machen. Interessant ist dies vor allem für Mietwohnungshaushalte, die keine komplette Haussteuerung auf eigene Faust einbauen können oder wollen. Doch was genau kann eine „intelligente Steckdose“ und warum macht sie das Haus ein Stück weit „smart“?

Von unterwegs das Licht anschalten

Von unterwegs die Lampen steuern.

Von unterwegs die Lampen steuern. Grafik: © AVM GmbH

Als intelligentes Wohnen wird es bezeichnet, wenn Geräte im Privathaushalt zum Einsatz kommen, die etwa zur Datenvernetzung oder Fernsteuerbarkeit fähig sind. Die Eigenschaften der verschiedenen intelligenten Steckdosen können sehr unterschiedlich sein. Einige bieten einen Bewegungssensor, Apps und Internetverbindung, andere haben neben der Möglichkeit, Haushaltsgeräte aus der Ferne – also auch von unterwegs – zu steuern, ein Messgerät, um den Stromverbrauch der daran angeschlossenen Geräte zu ermitteln. Preislich bewegen sich die Geräte momentan zwischen 50 und 100 Euro.
Die Bedienung der Geräte ist denkbar einfach – und kann laut Herstellern von jedem verwendet werden. Eine dieser intelligenten Steckdosen wurde jetzt auch von der Firma AVM auf den Markt gebracht, die auch für die bekannten Fritzbox-Router verantwortlich sind.

Eine der Besonderheiten dieses speziellen Gerätes ist, dass sich die Einstellungen für die Steckdose über den Computer einstellen lassen. So lässt sich etwa regeln, zu welcher Uhrzeit sich welches Gerät einschalten soll. Es ist also möglich die Kaffeemaschine schon laufen zu lassen, während Sie noch schlafen oder das Licht einzuschalten, kurz bevor Sie abends nach Hause kommen.

Nicht nur bestimmte Zeiten lassen sich einstellen, sondern das Gerät ist auch in der Lage die Längen- und Breitengrade der Wohnung zu berechnen, sodass die Steuerung auch auf den astronomischen Kalender programmiert werden kann. Es erkennt dann von alleine wann die Sonne auf- und wann sie untergeht. Wer nicht glaubt, dass die Steckdose so „intelligent“ ist, sollte die Schaltzeiten vielleicht im Google Kalender notieren. Darüber lässt sie sich nämlich auch programmieren.

Für wen ist die Steckdose?

Auf den ersten Blick scheinen intelligente Steckdosen mit jeder Menge Funktionen ausgestattet zu sein, bei denen sich der ein oder andere fragt, ob es wirklich gebraucht wird. Vor allem werden sich viele nicht wirklich technisch versierte Menschen fragen, ob die Bedienung nicht zu kompliziert ist. Die Produkte werben damit, dass die Programmierung denkbar einfach ist – auch für Laien. Doch die Tatsache bleibt bestehen, dass nicht jeder Haushalt einen Computer besitzt. Auch die Fernsteuerung über ein Smartphone kommt nicht für jeden infrage. Ist eine intelligente Steckdose dann trotzdem noch sinnvoll? Gerade die Geräte, die zusätzlich mit einer Energieanzeige ausgestattet sind, sind lohnenswert, da Energiekosten eingespart werden können. Dennoch ist die intelligente Steckdose für ein modernes Haus und Leben gedacht, das durch den Computer ein Stück weit gesteuert – und vereinfacht wird.

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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