Solarenergie | Photovoltaik-Anlagen Strom für die Steckdose: Photovoltaik-Kleinstanlagen für den Alltag

6. Mai 2013 | von

Photovoltaik-Anlagen sind in der Regel als Einrichtungen auf Hausdächern und Freiflächen bekannt. Manchen sind auch noch Mini-Solarzellen ein Begriff, die beispielsweise Armbanduhren mit Elektrizität versorgen. Doch inzwischen gibt es noch weitere Alternativen für den Hausgebrauch, die sich positiv auf die monatliche Stromrechnung auswirken können.

So genannte Plug&Play-Anlagen eignen sich für viele Haushalte, da sie die gewonnene Energie vom Balkon oder dem Garten aus direkt ins eigene Netz einspeisen. Hierbei handelt es sich um kleine Photovoltaik-Anlagen, die an jede Haushaltssteckdose angeschlossen werden können und den produzierten Strom auf diese Weise ans eigene Hausnetz abgeben.

Wer eine solche Kleinstanlage in Betrieb nehmen will, braucht im Gegensatz zu einer richtigen Photovoltaik-Anlage nicht viel zu beachten. Wenn der Strom selbst verbraucht wird, und das ist bei einem solch kleinen Gerät unbedingt anzuraten, muss die Anlage nicht gemeldet werden. Eine Einspeisevergütung gemäß EEG käme bei reinem Selbstverbrauch ohnehin nicht in Frage, und bei einem solch kleinen Gerät ist die Wirtschaftlichkeit oft nur dann gegeben, wenn der Strom auch selbst genutzt wird.

Auch für Stadtbewohner interessant

Bei den derzeitigen Strompreisen, die vermutlich noch stärker ansteigen werden, kann es also durchaus lukrativ erscheinen, sich zu einem größeren Teil selbst zu versorgen. Vor allem in Großstädten und in Mietwohnungen scheint es aber schwierig, auf den eigenen Solarstrom auszuweichen. Hier bietet eine PV-Kleinstanlage eine optimale Lösung, denn sie nimmt wenig Platz weg und kann problemlos auf dem Balkon aufgestellt werden.




Die Anlage wird dann direkt ans Hausnetz angeschlossen. Vorteil ist, dass der Besitzer hier kaum Vorschriften zu beachten hat und die Anlage beim nächsten Umzug einfach mitgenommen werden kann. Bei großen Anlagen erhält der private Stromerzeuger zwar eine Einspeisevergütung, muss allerdings auch zahlreiche technische Vorgaben beachten, die es dem Netzbetreiber beispielsweise ermöglichen, die Einspeisung bei Überlastungen zu verringern.

Ein solcher technischer Aufwand lohnt sich bei Plug&Play-Anlagen kaum, da die Stromerzeugung zu niedrig ausfällt. Vielmehr kann jeder Haushalt seinen Strom selber produzieren und verbrauchen, womit für ein paar Hundert Euro Anschaffungskosten die Stromkosten dauerhaft gesenkt werden können. Zudem dient der Einstieg in die solare Selbstversorgung auch dem Gelingen der Energiewende. Die neuen Kleinanlagen können als Teil eines Smart-Grids – also eines intelligent koordinierten Stromversorgungsnetzes – fungieren, das einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet.

Es gibt bereits eine Reihe von Solarfachhändlern, die PV-Kleinstanlagen, bestehend aus einem Modul, einem Gestell und einem Microwechselrichter, für die Eigenversorgung anbieten. Anlagen bis maximal 3,6 kWp können auf diese Weise angeschlossen werden. Wer sich hingegen komplett autark mit selbst hergestelltem Solarstrom versorgen will, muss auf größere Anlagen zurückreifen.

Mobile Anlagen für jedermann

Wer auch unterwegs auf Solarstrom zurückgreifen will, der kann dies mithilfe eines Solarbags machen. Das ist ein Rucksack, der auf der Vorderseite mit Solarzellen ausgestattet ist und den Solarstrom sogar speichern kann. Auf diese Weise kann sogar im Park der Laptop aufgeladen werden. Es gibt mittlerweile auch mobile Outdoor-Solaranlagen, die ebenfalls Energie speichern können und über einen recht hohen Wirkungsgrad verfügen. Besonders beim Campen erweisen sich diese Erfindungen als durchaus nützlich. Es kann sich also lohnen, die Welt der „Solargadgets“ genauer zu erkunden, denn es gibt viel zu entdecken.

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2 Kommentare zu Strom für die Steckdose: Photovoltaik-Kleinstanlagen für den Alltag

  1. Solardirekt24 sagt:

    Hierzu ist zu sagen, dass Plug&Play Anlagen zwar durchaus attraktiv und insbesondere für Mietwohnungen eine gute Alternative sein können. Dennoch sollte der Anschluss der Anlage nicht so unbedarft und für jeden leicht umsetzbar dargestellt werden. Es ist falsch, dass eine PV-Anlage für den Balkon nur an eine Steckdose angeschlossen werden muss um den produzierten Strom ins Hausnetz einzuspeisen. Ganz im Gegenteil sind damit sogar Risiken (z.B. eine erhöhte Brandgefahr) verbunden, da der eingespeiste Strom von den Sicherungen des hausinternen Netzes auf diese Weise nicht erkannt werden kann. Kommt es tatsächlich zu einem Unfall übernehmen Versicherungen wenn überhaupt nur einen begrenzten Anteil an den entstandenen Kosten.

    Auch die Aussage hinsichtlich der für die Installation zu beachtenden Vorgaben ist nicht ganz korrekt. Es ist empfehlenswert die gängigen Sicherheitsnormen zu beachten um die Risiken möglichst gering zu halten. Die VDE ist inzwischen sogar soweit, vor der Nutzung dieser Plug&Play Anlagen zu warnen. Wer jedoch mit Sorgfalt vorgeht, muss hier keine Bedenken haben.

  2. sheva sagt:

    Wo kann man so was kaufen?
    Hat jemand einen Link?

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