Solarenergie | Photovoltaik Nordrhein-Westfalen hat großes Solarstrom-Potenzial

27. Juni 2013 | von

Eine Studie des Landesumweltamts zeigt, dass Photovoltaik-Anlagen die Hälfte des jährlichen Strombedarfs in Nordrhein Westfalen decken könnten. Davon könnten 53 Prozent auf Dächern und der Rest auf freien Flächen erschlossen werden. Die Stadt Köln bietet hierfür die besten Vorraussetzungen.

Aus Sicht des nordrhein-westfälischen Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) sind Photovoltaik-Anlagen für das Bundesland NRW unabdingbar. Ginge es nach dem Umweltminister müsse man mehr in die Solarenergie investieren. Derzeit wird mit Hilfe von Photovoltaik-Anlagen nur circa zwei Prozent des Strombedarfs in NRW gedeckt. Laut der Studie des Landesumweltamts könnten allerdings Photovoltaik-Anlagen die Hälfte des jährlichen Strombedarfs in NRW abdecken.

Anteil Erneuerbarer Energien an der Energieproduktion in NRW 2011.

Anteil Erneuerbarer Energien an der Energieproduktion in NRW 2011.

Flächen sind reichlich vorhanden

Hierfür müssten laut Studie Dächer und Freiflächen im Bundesland genutzt werden. Zudem kämen auch Freiflächen entlang von Schienenstrecken, Parkplätzen oder sogar Randstreifen von Autobahnen in Betracht. Deponien und ein ehemaliges Militärgelände in NRW wurden ebenfalls schon ins Auge gefasst. Doch das Bundesland hat nicht in allen Regionen gleich viel Sonne. Demnach liegen die größten Solarstrom-Reserven auf den Dächern Kölns. Die Domstadt hat die besten Vorraussetzungen die Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung zu nutzen, da hier eine hohe Siedlungsdichte herrscht. Diese ist ebenfalls bei der Gewinnung von Solarstrom entscheidend.

Köln, Münsterland und Niederrhein prädestiniert

Aber nicht nur in der Millionen-Stadt herrscht ein hohes Solarstrom-Potenzial. Abseits von der Stadt am Rhein in den ländlichen Gemeinden des Münsterlandes und Niederrheins gibt es laut Studie ebenfalls ein hohes Solar-Potential pro Einwohner. Denn auch hier liefern zusammenhängende Dächer und eine intensive Sonneneinstrahlung eine positive Bilanz.

Doch die Kosten für eine Solaranlage sind hoch und nicht zu unterschätzen. So muss ein Vier-Personen-Haushalt, welcher im Schnitt etwa 5000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbraucht, mit Kosten im Wert von circa 10.000 Euro für eine Solaranlage auf dem Dach rechnen. Diese kostspielige Investition amortisiert sich laut den Experten nach circa acht bis zehn Jahren. Danach fallen nur noch geringe Betriebskosten an.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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