Angewohnheiten von Männern & Frauen in Sachen wohnen

20. Oktober 2014 | von

Männer sind Praktiker und Frauen dekowütig. Diese Klischees fallen einem zuerst ein, wenn man über Gemeinsamkeiten und Unterschiede beim Wohnverhalten bei Frauen und Männern nachdenkt.

Die Unterschiede fangen schon bei der Wohnungssuche an. Nur jede dritte Frau lässt sich bei der Entscheidung für oder gegen ihr nächstes Heim von Vernunft lenken. Sie sind mehr von Gefühlen gesteuert. Beim Ausmisten sind beide Geschlechter gleich emotional. Liebgewonnenes wird nur selten gerne aus der Hand gegeben. Bei Frauen gilt dies vor allem für Kleidung – auch wenn diese zu klein geworden sind. Männer können sich hingegen nur schwer von alten Reifen oder Werkzeug trennen (33 Prozent). Wenn die neue Wohnung gefunden ist, gibt es viel zu tun. Fast zehn Prozent der Männer würden blau machen, um genügend Zeit für die anfallende Arbeit zu haben. Frauen sehen das etwas enger. 95 Prozent  lehnen es ab, für den Umzug den Job hinten anzustellen.

Statussymbol vs. Geborgenheit

Frauen haben oft eine ganz konkrete Vorstellung von der Einrichtung ihres Zuhauses. Sie setzen auf Gemütlichkeit und schaffen mit Kissen, Decken, ausgeklügelter Wandgestaltung und kreativen Raumkonzepten eine Wohlfühloase. Männer hingegen interessiert solch ein Schnickschnack eher weniger, da sind sich die Fachleute einig. Für sie zählt es viel mehr, ein paar ausgewählte Designerstücke in einer sonst minimalistischen Umgebung zu präsentieren und so nach außen hin zu zeigen, was sie haben. Die Wohnung ist also wie das Auto ein Statussymbol. Dazu passt auch, dass mehr Männer in einem Eigenheim wohnen als Frauen. Dazu kommt natürlich, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen und ihnen so oft weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Wir halten fest: Männer stehen auf praktische, hochwertige Einrichtung. Frauen hingegen gestalten gerne. Doch wie kommt es, dass diese Klischees immer noch erfüllt werden? Psychologen führen hierzu gerne das veraltete Zwei-Phasenmodell heran. Männer haben ihren Platz in der Öffentlichkeit, ergo ist ihnen der Wohnraum weniger wichtig. Frauen hingegen haben, nach diesem Modell, ihren Platz im Privaten, wen wundert es also, wenn sie sich diesen Raum besonders schön machen wollen. Aber, ob minimalistisch oder dekoriert, die Hauptsache ist der Wohlfühlcharakter einer Wohnung.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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