So wohnen wir in der Zukunft

10. November 2014 | von

Unser Wohnverhalten ändert sich im Laufe der Jahrzehnte zusehends. Die Prognose für die Zukunft: Die Bevölkerung schrumpft, aber die Zahl der Haushalte wächst stetig. Welchen Herausforderungen müssen wir uns also stellen?

Die zunehmende Individualisierung führt in Deutschland dazu, dass immer mehr Menschen in Single-Haushalten leben. Eine Prognose für das Jahr 2025 sagt einen Bevölkerungsschwund von 4,5 Prozent voraus. Derzeit wohnen statistisch gesehen knapp zwei Personen in einem Haushalt. Circa 40 Prozent der Haushalte wird allerdings nur von einer Person bewohnt.

Wohnkonzepte der Zukunft

Eine Studie des Zukunftsinstituts sieht zwei Lebensmodelle als zukunftsweisend. Das „Collaborative Living“, also gemeinschaftliches oder kooperatives Wohnen und das „Conceptual Living“, die Flexibilisierung von Wohnraum, der sich je nach Lebenssituation anpassen lässt. Die Forscher gehen davon aus, dass sich das Leben wieder vermehrt im öffentlichen Raum abspielen wird. Der persönliche Besitz von Nutzgegenständen, wie Waschmaschinen oder großen Küchen, wird zurückgefahren und es werden gemeinschaftlich nutzbare Räume geschaffen. Man trifft sich also wieder in Waschsalons, shared nicht nur Autos sondern auch Küchen, wenn man zum Beispiel mit Freunden kochen will und nutzt die gemütliche Kneipe um die Ecke, anstatt ein eigenes Wohnzimmer zu haben. Dieser Trend wird durch den knappen und teuren Wohnraum in den Städten verstärkt. Je weniger Wände eine Wohnung hat, desto flexibler wird sie. In Zukunft wird es weniger Räume, sondern mehr Zonen geben, die sich je nach Nachfrage verschieben lassen. Mal ist die Wohnung ein Büro, dann wieder mehr ein Wohnzimmer.

Entlastungen im Alter

Wie das Leben älterer Menschen erleichtert werden kann, erforscht das Frauenhofer-Institut. In einer Modellwohnung, gibt es riesige Smart-Spiegel, die an die Medikamenteneinnahme erinnern und die als Schaltzentrale dienen. Smartphone und Tablet werden immer wichtiger. Über sie lassen sich alle Funktionen der Wohnung steuern. Licht, Neigungswinkel der Matratze im Bett oder die Rezeptauswahl für das Abendessen. Alles kann zentral verwaltet werden.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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Ein Kommentar zu So wohnen wir in der Zukunft

  1. Klaus Adamhuber - Pegasus24 - Immobilienmakler Mühldorf am Inn und Altötting sagt:

    Es ist auch wichtig, solche Konzepte zu erarbeiten.
    Bei vielen aktuellen Vorhaben werden solche Trends nicht berücksichtig.
    Vor allem auch im Bezug auf das Altersgerechte Wohnen.
    Was in vielen Bauentwicklungsfeldern oftmals total vernachlässigt wird, sind ganzheitliche Projekte inklusive der strukturellen Eingliederung von Gewerbe- und Vorsorgeeinrichtungen.
    Hier wird oftmals nur das Grundgerüst der Städteplaner verwendet, ohne eigene Strukturkonzepte mit zu verwirklichen.

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