Heizen im Winter – neue Möglichkeiten

12. Dezember 2014 | von

Heizung an oder doch lieber ein Pullover mehr? Wenn die kalte Jahreszeit kommt, stellt sich die Frage: Wie heize ich richtig und wie kann ich hohe Heizkosten vermeiden, ohne frieren zu müssen?

Nach einer längeren Anlaufphase mit oft frühlingshaften Temperaturen, ist der Winter auch in Deutschland angekommen. Nun müssen die Heizungen angeschmissen werden. Nicht nur, um warme Füße zu behalten, sondern auch, um die Wohnung vor Schimmel zu schützen. Mit den richtigen Tricks lassen sich hohe Heizkosten vermeiden.

Geld sparen

Ein funktionstüchtiger Heizkörper bildet die Basis: wenn er gluckert, sollte er entlüftet werden. Alte Termostatventile können gegen neue oder elektronische ausgetauscht werden. So wird die Temperaturregelung präziser.

Über den gesamten Haushalt gerechnet, wird durch ein Grad weniger Raumtemperatur der Verbrauch um bis zu sechs Prozent gesenkt. Verluststellen sollten gedämmt werden. Dazu gehören Dämmplatten hinter den Heizkörpern. Gegen den hohen Wärmeverlust an der Haustür hilft eine Besendichtung aus dem Baumarkt. Geschlossene Vorhänge oder Rollos vor den Fenstern bilden ein Luftpolster, welches den Wärmeverlust an diesen Stellen verringert. Allerdings dürfen die Heizkörper nicht verdeckt werden.

Eine ganz andere Möglichkeit, um Geld zu sparen, hat die Firma Cloud&Heat erdacht. Sie nutzen die Abwärme von Servern. Dazu bringen sie diese in Privathäusern unter und speisen die Abwärme in die Heizungssysteme ein. In Neubauten soll so die gesamte Beheizung und Warmwasserversorgung abgedeckt werden.

Schimmel vermeiden

Hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit kalter Luft kann schnell zu Schimmelbildung führen. Deshalb sollten Räume nie zu stark auskühlen. Abhängig von der Bauart des Hauses, sind unterschiedliche Zimmertemperaturen sinnvoll. Wohn- und Esszimmer sollten 20 Grad Raumtemperatur haben, Arbeits- und Kinderzimmer 22 Grad und das Schlafzimmer 16 Grad. Wurde das Haus nach Kriegsende erbaut, sind die Wände oft dünn und kühlen schnell aus. Das fördert die Schimmelbildung schon bei Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad. Türen zwischen kalten und warmen Räumen sollten geschlossen sein, um feuchte Luft nicht übertreten zu lassen.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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2 Kommentare zu Heizen im Winter – neue Möglichkeiten

  1. Karsten Aßmann-Funk | A-F-Immobilien sagt:

    Der Hinweis, die Heizung nicht ganz abzustellen, ist wirklich wichtig. Ich kenne leider immer noch einige Mieter, die tagsüber, wenn sie aus dem Haus sind, ihre Etagen-Heizung komplett abstellen und glauben, damit auch noch zu sparen.

  2. Elif Sevran sagt:

    Richtig, der Mythos auf diese Art und Weise zu sparen ist leider weit verbreitet. Aber wer sich informiert wird das dann sicherlich noch rechtzeitig ändern.

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