Internationale Wohnkonzepte

17. Dezember 2014 | von

Wie das Land, so auch die Häuser. Besondere Lebensumstände fordern oft eine besondere Architektur. Gerade in Zeiten von teuren Grundstücken und Mieten lohnt sich der Blick über die Landesgrenzen hinaus.

Teure Metropolregionen, ein Mangel an Wohnungen und Kompromisse beim Hausbau – davon können viele Deutsche ein Lied singen. In anderen Ländern gibt es ähnliche Probleme und andere Umstände, die die Architekten zu kreativen Ideen anspornen. Rechteckige Grundrisse und ein festes Fundament sind nicht immer die beste Lösung.

Der junge Architekt Osamu Nishida muss sich in Japan auf kleine und teure Grundstücke einlassen. Auf dem 140 Quadratmeter großen Grundstück hat er ebensoviel Wohnfläche geschaffen. Durch einen Grundriss, der drei Dreiecke als Basis hat, hat er es geschafft Tageslicht in alle Innenräume zu lenken. In der Mitte des Hauses ist ein offener Raum, der als Küche, Wohnzimmer und Atelier dienen soll. Durch Plastiklamellen, die man wie einen Vorhang um den Raum ziehen kann, ist er auch bei schlechterem Wetter nutzbar. Durch die knappen Grundstücksflächen und teuren Quadratmeterpreise sind die japanischen Architekten Meister darin, kleinsten Raum größtmöglich nutzbar zu machen. Ein Prinzip, welches auch in anderen Metropolen für mehr Wohnraum sorgen kann. In den japanischen Häusern ist alles kleinformatig, mini Küchen und Schlafzimmer, angelehnt an die Bonsai-Kultur werden diese Häuser auch „Bonsai-Bunker“ genannt.

Die Niederländer hingegen stehen auf Grund des Klimawandels vor einer ganz anderen Herausforderung. Durch den steigenden Meeresspiegel schwindet die Landfläche. Deshalb planen viele Gemeinden schwimmende Häuser. Die Häuser eines Unternehmens ABC Arkenbouw, das früher vor allem Hausboote baute, kosten insgesamt rund 250.000 Euro, ein bisschen weniger als eine gleichgroße Villa auf dem Festland.

In der Schweiz sind ähnliche Probleme wie in Deutschland vorhanden. Die Mieten steigen zusehends. Deshalb fordern Mieterverbände neue Regelungen. Es soll beispielsweise eine strenger sanktionierte Mietzinsbegrenzung geben. Außerdem müsste neuer Wohnraum durch den Staat geschaffen werden. Gerade in den Metropolregionen, wo diese Wohnungen gebraucht würden, ist aber kaum Baugrund vorhanden.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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Ein Kommentar zu Internationale Wohnkonzepte

  1. Immobilien Thurgau sagt:

    Ein sehr schöner Artikel, der deutlich macht was es für Möglichkeiten im modernen Bauen gibt um Herausforderungen wie Umweltverträglichkeit und Kosten der Immobilien Thurgau und Immobilien Weinfelden zu bewältigen. Gerade der Kosten Punkt spielt bei den Immobilien in der Schweiz eine wichtige Rolle, da Mietpreise der Immobilien Kreuzlingen stets steigen.

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