Immobilienmarkt 2015

16. Januar 2015 | von

Der Immobilienmarkt boomt, doch wird sich dieser Trend auch in diesem Jahr fortsetzen können? Die Flucht in Sachwerte beschwerte zuletzt auch beim Hauskauf höhere Kosten. Doch diese sollen nun wieder abflachen.

Fast die Hälfte der Befragten Investoren durch den Immobilien-Dienstleister Jones Lang Lasalle (JLL) geht von einer moderat bis stark steigenden Transaktionstätigkeit am Deutschen Immobilienmarkt bis Ende 2015 aus. Rund 24 Prozent der Befragten sehen den Höhepunkt allerdings schon erreicht und glauben an keinen weiteren Zuwachs. Die Deutsche Hypo stellt in Aussicht, dass der Deutsche Immobilienmarkt durch die wirtschaftliche Stärke Deutschlands und die geringen Schwankungen und Risiken bei Kaufpreisen sowie Mieten weiterhin ein sehr begehrter Anlagepunkt für Investoren sein wird.

Laut einem aktuellen Marktbericht des Immobilienunternehmens Engel & Völkers wurde im vergangenen Jahr der Rekord von 2007 wieder erreicht: Rund 20 Milliarden Euro gaben Investoren für Anlageimmobilien aus. Im Vergleich zu geringen Renditen bei Festgeld oder Bundesanleihen fallen die bei der Vermietung einer Immobilie recht üppig aus. Bei den Top-Städten lag die Rendite im vergangenen Jahr bei fünf Prozent, in aufstrebenden B-Städten sogar bei sechs bis sieben Prozent. Damit sei die Rendite nur um ca. 0,5 Prozent gefallen. Deshalb starten die Makler auch positiv ins Jahr 2015.

Eine Überhitzung des Immobilienmarktes erwarten die Experten nicht. Berechnungen zeigen, dass die Mieten in weiten Teilen Deutschlands gestiegen sind, dies wirke abschwächend auf das Überhitzungsrisiko. Außerhalb der begehrten Lagen in den Metropolen Berlin oder München geht man allerdings von einem Abflachen der Preise aus.

Wirtschaftliche und politische Risiken werden allerdings auch weiterhin diskutiert. 40 Prozent der Investoren (Befragung JLL) sehen die abgeschwächte Konjunktur als größten Risikofaktor an. Außerdem glaubt ein Drittel nicht daran, dass die Schuldenkrise in der Eurozone beendet ist. Dieser Faktor liegt mit den steigenden Kapitalmarktzinsen auf Rang zwei der Risikoliste. Rund 26 Prozent befürchten außerdem eine Verschärfung im Russlandkonflikt.

 

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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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