Hausbau im Winter

28. Januar 2015 | von

Die Wintermonate liegen eigentlich außerhalb der Bausaison. Dennoch können verschiedene Faktoren dazu führen, dass trotzdem gebaut werden muss. Ob dies Schwierigkeiten bereitet, hängt von der Witterung ab.

Die Winterruhe auf dem Bau gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Viele Betriebe können sich eine solche Pause gar nicht mehr leisten. Schließlich machen die Bauherren Druck. Obwohl es heute nicht unüblich ist auch im Winter zu bauen, Frost und Feuchtigkeit sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sie können dem Bau schaden. Wer im Winter baut, sollte die Baustelle mit Folien schützen und gut heizen, beziehungsweise sicher stellen, dass die Feuchtigkeit nicht in den Wänden verbleibt. Sonst verbreiten sich Schimmel und Algen.

Risse und Instabilität können die Folge sein

Bis in den Dezember treten oft keine Schwierigkeiten auf. Als kälteste Monate gelten Januar und Februar. Die Grundregel: Bei Temperaturen bis zu fünf Grad kann meist problemlos gebaut werden. Erst bei niedrigeren Temperaturen können schwerwiegende Probleme entstehen. Zahlreiche Baustoffe, wie Putz, Farbe, Mörtel oder Kleber, sind wassergebunden oder wasserlöslich. Diese bereiten Schwierigkeiten bei niedrigen Temperaturen, weswegen Baumaßnahmen unterbrochen werden sollten, so Experten. Dank präzisen Wetterprognosen lassen sich solche Maßnahmen mittlerweile gut planen, sodass es nur zu kurzen Verzögerungen kommt.

Gerade bei Maurerarbeiten können gravierende Baumängel auftreten, wenn sie bei zu niedrigen Temperaturen ausgeführt werden. Mörtel und Kleber halten nicht. Die Folge sind Risse im Mauerwerk und im schlimmsten Fall der Verlust der Standfestigkeit des Gebäudes. Frostschutzmittel oder der Einsatz von Salzen sind im Bau meist nicht zulässig. Weniger empfindlich ist Beton. Dennoch müssen auch hier Schutzvorkehrungen getroffen werden. Die Stelle, an der Beton verbaut wird, muss frei von Frost, Eis und Schnee sein. Andernfalls würde der Beton beim Auftauen wieder weich werden. Beständiger kann Beton beispielsweise durch die Erhöhung des Zementanteils oder den Einsatz von schnell abbindendem Zement gemacht werden. Holz, Baustahl und Stahlschalungen sollten vor der Verbauung angewärmt werden. Solange bestimmte Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden, kann also auch in den Wintermonaten weiter gebaut werden.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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