Flüchtlinge Willkommen – ein Projekt bietet Chancen

1. April 2015 | von

Sie kommen aus Syrien, dem Sudan oder aus Afghanistan nach Deutschland und werden oft auf engstem Raum in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Um diese Situation zu entspannen und die Flüchtlinge von Anfang an zu integrieren wurde das Projekt „Flüchtlinge willkommen“ gestartet.

Überfüllte Flüchtlingsunterkünfte, zu wenig Sanitäranlagen, kaum Privatsphäre. Derzeit erwarten Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen oft keine angenehmen Situationen. Auch die Kommunen sind oft überfordert und können Hilfe in Form von bereitgestelltem Wohnraum dringend gebrauchen. Diese Hilfe kommt unter anderem von dem Projekt „Flüchtlinge willkommen“, welches von Golde Ebding, Mareike Geiling und Jonas Kakoschke initiiert wurde. Die Non-Profit-Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht Wohngemeinschaften und Flüchtlinge zusammen zu bringen, so dass diese in privaten Wohnraum untergebracht werden können. Gemeinsam wollen sie eine „andere Willkommenskultur in Deutschland etablieren.“

Die Organisation trifft auf einige Hürden, die die Vermittlung verkomplizieren. Knapp 20 Personen wurden seit November 2014 in eine WG vermittelt. Die Nachfrage und Bereitschaft Wohnraum für Flüchtlinge bereit zu stellen ist laut des Internetauftritts der Organisation aber deutlich höher. Demnach haben sich bisher über 450 Wohngemeinschaften und andere Privatpersonen gemeldet und circa 250 Menschen haben Mikrospenden zugesichert, um den Wohnraum zu finanzieren. Auch rund 200 geflüchtete Personen, die gerne in eine WG umziehen wollen, hätten sich bisher gemeldet. 2015 wurde das Projekt auch in Österreich gestartet.
Ein WG-Leben gestaltet sich nicht immer einfach. Gibt es Probleme, die nicht intern zu lösen sind, steht einem die Organisation zur Seite. Es gibt kein übliches WG-Casting. Die Vermittlung findet über das Internet statt und die Organisatoren versuchen über Fragebögen passende Mitbewohner zu finden. Die Miete muss meist zusätzlich über Crowdfunding finanziert werden, da nicht immer die Miete von den Ländern übernommen wird. Die Bezuschussung ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Berlin beispielsweise werden die Kosten übernommen.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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