Kampf dem Schimmel im Badezimmer!

17. April 2015 | von

Luftfeuchtigkeit im Innenraum über 55 Prozent? Über kurz oder lang entsteht so Schimmel. Gerade gut gedämmte Häuser sind Risiko behaftet. Eine gute Dämmung, ob nachgerüstet oder frisch gebaut, ist zwar energieeffizient, durch die fehlende Luftzirkulation kann sich allerdings auch viel schneller Schimmel bilden.

Kochen, Duschen und Wäschetrocknen erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum. Ab einer Luftfeuchtigkeit von 55 Prozent liegen gute Bedingungen für Schimmel vor. Oft führt falsches Nutzerverhalten zur Schimmelbildung. Dies kann allerdings auch durch bauliche Mängel geschehen. Hier müssen Experten ran, die außen Drainagen legen oder die Wände speziell behandeln.

Auf die Bauweise achten

Neubauten werden heute schneller gebaut, als vorher. Durch die erhöhte Restfeuchte sollte in den ersten Jahren mehr gelüftet und geheizt werden. Ältere Gebäude mit schlechter Dämmung neigen vor allem hinter Möbeln oder Bildern zur Schimmelbildung – überall dort, wo keine ausreichende Luftzirkulation herrscht. Wenn die Wände im Winter auskühlen und das Temperaturgefälle nach Innen hoch ist, bildet sich an solchen Stellen Tauwasser. Badezimmer und Küche sollten mehrmals am Tag gelüftet werden, mindestens dann, wenn gekocht oder geduscht wurde.
Lüften, heizen und Ecken abtrocknen, ist das kleine 1 x 1 der Schimmelvermeidung. Im Badezimmer kann ein Spezialsilikon verwendet werden, welches resistenter gegen Schimmel ist. Weitere Hilfsmittel sind Kalkputze (binden Feuchtigkeit und trocknen wieder, ohne zu schimmeln) und Dampfsperrfolien (verhindern die Durchfeuchtung von Wänden).

Schimmel – und dann?

Haben sich kleinere Schimmelflecken gebildet, können diese ohne Probleme selbstständig entfernt werden. Dazu eignen sich 75prozentiger Ethylalkohol und zehnprozentiges Wasserstoffperoxid, beides lässt sich in der Apotheke kaufen. Aber Achtung: Nur mit Handschuhen und Atemschutzmaske benutzen. Außerdem sollte kein trockenes Tuch verwendet werden, da sich sonst die Sporen im Raum verteilen.
Schimmel ist gesundheitsschädlich, zumindest in größeren Mengen. Schimmelflecken mit einem Durchmesser von bis zu 20 cm, also etwa handtellergroß, sind eher unbedenklich. Größerer Befall sollte immer von Experten beseitigt werden.


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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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2 Kommentare zu Kampf dem Schimmel im Badezimmer!

  1. Gerd sagt:

    Ich finde nicht, dass man pauschal sagen kann, dass Schimmelflecken bis 20cm unbedenklich sind. Auch hier können gewisse Gefährdungen auftreten. Allerdings stimmt es schon, dass je größer der Schimmelbefall ist, desto gefährlicher bzw. gesundheitsschädigender ist der Schimmel selbst. Wenn nicht das ganze Haus oder die gesamte Wohnung von Schimmel befallen ist, dann kann mit der entsprechenden Schutzkleidung und Schimmelentferner, der Schimmel auch selber entfernt werden. Hierfür empfiehlt es sich aber grundsätzlich die richtigen Mittel zu verwenden. Viele Produkte aus dem billigeren Segment (meistens in diversen Baumärkten zu kaufen) „bleichen“ den Schimmel einfach nur weg. Hier sollte man wirklich darauf achten, dass der Schimmel auch komplett abgetötet wird und somit komplett entfernt wird.

    LG Gerd

  2. Reiner sagt:

    Hallo Gerd! Das stimmt was du sagst! Ich habe letztes Jahr auch ein paar verschiedene Schimmelentferner aus dem Baumarkt ausprobiert. Leider alles ohne Erfolg. Der Schimmel kam immer wieder, gerade im Bad ist dies ein größeres und vor allem immer wiederkehrendes Problem. Anfang diesen Jahres bin ich auf den Klimaplatten Shop gestoßen, da ich mich über Schimmelentfernung informiert habe. Die haben auch Schimmelentferner, welcher die Sporen komplett abtötet. Im Anschluss habe ich mich auch direkt für die Klimaplatten entschieden, da eine Außendämmung aufgrund unseres Altbaus nicht in Frage kam. Das ist jetzt fast ein halbes Jahr her und wir haben Ruhe – sogar im Bad!

    Beste Grüße
    Reiner

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