Trend: Pflege-WG statt Pflegeheim

29. Juli 2015 | von

Pflege-WGs: Sie bilden eine gute Alternative zum Seniorenwohnheim und finden in Deutschland einen immer größeren Zuspruch.

 

Viele Deutsche möchten ihren Lebensabend nicht im Seniorenheim verbringen. Sie suchen nach Alternativen. Eine von ihnen ist die sogenannte Pflege-WG. Bei dieser Form der Wohngemeinschaft leben meist sechs bis acht Menschen zusammen. Sie teilen sich die Kosten für Miete und Pflegedienst, der rund um die Uhr vor Ort ist.

 

Die Senioren profitieren von diesem Trend stark. Doch ist dieser gar nicht so neu, wie man es vermuten würde: Bereits in den 1990er-Jahren nahmen Pflege-WGs in Deutschland ihren Anfang. In dieser Zeit weitete sich die schon länger bekannte Lebensform der Wohngemeinschaft erstmals auch auf die Altenpflege aus.

 

Pflege-WGs erobern die Metropolen

Der Bielefelder Verein „Alt und Jung“ gilt als einer der ersten Vereine, der hierzulande entsprechende WG-Projekte etablierte. Seither erobert dieses Modell viele deutsche Großstädte: 1995 entwickelte der Berliner Verein „Freunde alter Menschen“ beispielsweise Wohn- und Betreuungsformen für Menschen mit Demenz. Dabei sind meist ambulante Dienste und andere Träger sowie Wohnungsbaugesellschaften die Initiatoren. Zudem berät der SWA, ein Zusammenschluss von Angehörigen, Vermietern und Pflegediensten, Senioren und ihre Familien bei der Suche nach einem Pflegeplatz. Er hat sogar ein Qualitätshandbuch für ambulant betreute Wohngemeinschaften herausgegeben.

 

Familiäres Umfeld in Pflege-WG

Wie wichtig das Angebot der Pflege-WG in der Versorgungslandschaft ist, belegt eine Studie der Universität Paderborn. Sie zeigt, dass die Pflege-WG immer mehr ins Blickfeld der Deutschen rückt und eine gute Alternative zum Pflegeheim darstellt. Denn sowohl Angehörige, als auch professionelle Pfleger verbinden mit dieser Form der Wohngemeinschaft ein höheres Maß an persönlichem Engagement, als in einem Heim. Sie schätzen an diesen WGs das familiäre und selbstbestimmte Umfeld.


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