Modernes Wohnen: Der Smarthome Trend

14. August 2015 | von

Ferngesteuerte Steckdosen, Kaffeemaschinen-Apps, die Verkabelung des Wohnraums – Smarthome-Technologien liegen im Trend und sollen das Wohnen revolutionieren.

 

Es piept, wenn die Herdplatte ungewöhnliche lange eingeschaltet ist. Die Fenster schließen auf Knopfdruck, wenn es im Raum zu kalt ist. Nachts fahren die Rollläden automatisch herunter. Und die Armbanduhr am Handgelenk überwacht, ob Herzschlag und Atmung regelmäßig sind. Klingt wie aus einem Film, ist es aber nicht.

 

Es handelt sich hierbei um sogenannte Smarthome-Technologien. Der Begriff Smarthome dient hier als Oberbegriff für technische Ergänzungen im Haus. Neben der elektronischen Steuerung von Lampen, Jalousien, Heizung oder Küchengeräten gehören auch die Vernetzung von Fernseher und Steroanlage sowie die Bedienung von Sicherheitssystemen.

 

Höhere Energieeffizienz dank Smarthome-Technologien

„Eine solche Ausstattung gehört bald schon zum Standard.“, ist sich Alfred Iwainsky, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik, sicher. Er hat in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Johannesstift den Aufbau des mitdenkenden Apartments „Amina“ in Berlin betreut. Hier werden derzeit rund zwanzig verschiedene Smart-Home-Technologien erprobt und das aus gutem Grund: Marktforscher sagen dem vernetzten Zuhause eine gute Entwicklung voraus. Der Wunsch nach mehr Energieeffizienz in Gebäuden hat der Entwicklung solcher Technologien einen weltweiten Boom beschert. In Deutschland arbeiten rund 400 Unternehmen im Markt.

 

Smarthome-Technologien für Senioren

Intelligente Technologien helfen allerdings nicht nur, Strom zu sparen. Ihr Einsatz kann es älteren Menschen ermöglichen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu wohnen und hier sicher zu leben. Die Berliner Firma Casenio entwickelt derzeit mit acht Mitarbeitern verschiedene Sensoren, die ein eigenständiges Leben im hohen Alter ermöglichen sollen: Sensoren erkennen, ob die Wohnungstür offen gelassen wurde. Sensoren in der Matratze registrieren, ob ein Bett ungewöhnlich lange oder gar nicht belegt ist. Ein Sensor im Fußboden meldet Stürze. Und Sensoren an der Tablettenpackung registrieren, ob der Patient seine tägliche Dosis einnimmt. Sollte das nicht geschehen, spricht die digitale „Rund-um-die Uhr“ Assistenz den Hausbewohner direkt an.

 

Smarthome-Technologien – eine Frage des Geldes

Derzeit ist noch nicht geklärt, inwieweit sich auch Krankenkassen und Vermieter an den Kosten für derartige technologische Neuheiten in Wohnungen beteiligen. Sicher ist, dass intelligente Wohnungen nicht nur Energie sparen, sondern auch älteren Menschen eine Alternative zum Wohnheim bieten.


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