Wohnungsnot: Mikro-Wohnungen als Alternative?

31. August 2015 | von

In Deutschland herrscht Wohnungsmangel. Bauministerin Barbara Hendricks will dies mit einem umstrittenen Plan ändern. Sie setzt auf sogenannte Mikro-Wohnungen.

 

Es wird immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum in deutschen Großstädten zu finden. SPD-Politikerin und Bauministerin Barbara Hendricks will dem Wohnungsmangel mit einem umstrittenen Plan jetzt entgegenwirken. Sie will in der Bundesrepublik sogenannte Mikro-Wohnungen errichten. Es handelt sich hierbei um ein neues Wohnungsbauprojekt, das vor allem in den Ballungsräumen zum Einsatz kommen soll.

 

Studenten als potenzielle Mieter

Die Wohnungen sind für Studenten und Auszubildende gedacht. Allerdings sollen sie so gebaut werden, dass sie künftig leicht in barrierefreie Unterkünfte für Senioren umgewandelt werden können. Auch eine Nutzmischung über Mehrgenerationenwohnen soll dadurch gefördert werden. Neben Studenten, Auszubildenden und Senioren könnten in den Mikrowohnungen auch Flüchtlinge untergebracht werden. Laut Hendricks sollen mindestens 120 Millionen Euro in die Entwicklung der Mikro-Wohnungen investiert werden.

Wenig Wohnraum für wenig Geld

Die Kleinstwohnungen umfassen eine Größe von mindestens 14 m² und sind mit einer Küchenzeile und mit einem kleinen Bad ausgestattet. Geplant ist eine Warmmiete von 260 Euro im Monat – wobei sachgerechte Abweichungen in Großstädten mit hohen Grundstückkosten gestattet werden sollen. Ab 2016 soll mit dem besonderen Wohnungsbauprojekt begonnen werden. Die Fertigstellung der Wohnungen ist für Ende 2018 geplant.


Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0
Dieser Beitrag wurde unter News, Wohnen abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Wohnungsnot: Mikro-Wohnungen als Alternative?

  1. Immaxi Immobilien sagt:

    Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht. Wir sind gespannt auf die Umsetzung, wobei Wohnungen mit Größen von 14m² für Senioren eher ungeeignet sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.